Vereins Geschichte

50 Jahre Geschichte von 1931 bis 1981

 

Im September 1931 fanden sich nach genannte Fußballfreunde im Gasthaus „Zur Linde“ zusammen, um einen neuen Fußballverein zu Gründen. Walter Haag, Fritz Kilguß, Georg Kilguß, Eugen Klein, Albert Ziegler, Heinrich Schlotterbeck, Ernst Aberle, Karl Blankenhorn, Hugo Schwarz, Kurt Wieland, Otto Hamp, Hans Braun, Adolf Zimmermann, Theodor Hähnle, Fritz Haussmann, Albert Scheuermann, Eugen Zimmermann, Weidelich und andere mehr. Dem neuen Verein wurde der Name „Sportfreunde Großsachsenheim“ gegeben.  Als 1.Vorstand wurde Walter Haag gewählt. Die weitere Vereinsführung setzte sich wie folgt zusammen: Karl Blankenhorn, Kassierer; Fritz Kilguß, Schriftführer und Ernst Aberle, Spielleiter. Da der Platz bei der heutigen Burgfeldschule zu klein war, konnte ein Spielfeld bei der Dreschhalle hergerichtet werden. Das erste Spiel wurde gegen Hohenhaslach ausgetragen und ging 16:1 verloren. Das erste Aufgebot der Sportfreunde lautete: Scheyd, Hugo Schwarz, Otto Hamp, Georg Kilguß, Albert Ziegler, Kurt Wieland, Emil Gittinger, G. Erbel, Eugen Zimmermann, Heinrich Schlotterbeck, Fritz Kilguß. Als Trainer konnte die Vereinsführung Herrn Merz von den Stuttgarter Kickers verpflichten. Durch gezielte Vereinsarbeit stießen weitere aktive und passive Mitglieder zu den Sportfreunden, so dass man eine 2.Mannschaft in den Spielbetrieb bringen konnte. Durch entsprechende Leistungen und sehr gute Trainerarbeit wurde schon 1933 eine Jugendabteilung unter Alfred Seyfang aufgebaut. In den folgenden Jahren blieben die Erfolge nicht aus. In der Spielrunde 1935/36 gelang es der ersten Mannschaft, mit nur zwei Minuspunkten den Meister zu stellen. Das Aufgebot unter dem neuen Trainer Lehrer Ernst Preiß lautete: Schaible, R. Erbel, Eugen Heinz, O. Willig, O. Haussmann, Scheuermann, K. Zimmermann, H. Hähnle, W. Heinz, Eugen Zimmermann und O. Zimmermann. Ersatzspieler waren A. Fröhlich, E. Wormser, Theo Zimmermann, W. Willig, Pieper und Eugen Brett. Bei so vielen Namen dürfen die Männer Sauerzapf als Jugendleiter der folgenden Jahre sowie Barth nicht fehlen. Um dem Sport in der Breitenarbeit zu dienen, wurde auch eine Turn- und Leichtathletikabteilung ins Leben gerufen. Sportkamerad Helmut Dautel von Salamander Kornwestheim übernahm 1938 das Training der guten Großsachsenheimer Fußballtruppe. Mit wechselhaftem Erfolg ging es in die vierziger Jahre. Aber durch die eintretende Kriegseinwirkung musste der Spielbetrieb eingestellt werden.

 

Im Sommer 1945 fanden sich einige Sportkameraden zusammen und versuchten, nach dem Kriegsende den Verein wieder neu aufzubauen. Schon im August wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Am 6. 11 1945 wurde im „Lamm“ (Nebenzimmer) die erste Ausschusssitzung abgehalten. Sportkamerad Robert Erbel hatte mit der notwendigen Energie und uneigennütziger Kleinarbeit mit einigen Sportkameraden soviel Vorarbeit geleistet, dass es möglich war, wieder einen normalen Sportbetrieb aufzunehmen.  Bei Mitglied Mitschele „Zur Linde“ fand am 9. 3. 1946 die erste Jahreshauptversammlung nach dem Kriege statt.  Die Versammlung wählte folgende Sportkameraden zu Funktionären: 1. Vorstand Robert Erbel, 2.Vorstand Eugen Klein, Schriftführer Georg Kilguß, Kassierer Robert Pfeiffer, Jugendleiter Walter Dettinger; in den Ausschuss wurden gewählt: Theo Zimmermann, W. Sauter, Zürn und Arzt.

Die Mannschaft in den ersten Nachkriegsjahren war folgende: Wolfgang Nuß, Wilhelm Arzt, W. Hägele, A. Rommel, Richard Müller, Erwin Zürn, Albert Neuhäuser, Helmut Rost, Karl Mockler, Erich Currle, Fritz Zimmermann; Ersatzleute: Ernst Braun, Wilhelm Braun, Eugen Braun, Hooge, Rosenberger, Schulz, Fritz Braun, Willi Dannecker, dazu noch die Alten wie Robert Erbel, Otto Zimmermann und Sauter.

Die Vereinsführung hatte es in den folgenden Jahren schwer, die Geschicke des Vereins zu lenken. Zu den Spielen musste man mit dem Fahrrad fahren. Schon die Beschaffung eines Spielballes war mit großen Schwierigkeiten verbunden. Im Juni 1946 wurde auch eine Frauen- und Männer- Handballmannschaft unter der Betreuung von Rudi Schulz aufgestellt. 1948 wurden die Handballmädels ungeschlagen Staffelmeister und konnten sich bei den anschließenden Kreismeisterschaften als Vizemeister qualifizieren. Folgende Handballmädels bildeten die sieggewohnte Mannschaft: E. Braun, G. Braun, W. Boeselager, H. Eckert, L. Epser, A. Haffner, A. Hermann, Th. Schweikert, M. Schmid, L. Pfeiffer, Fr. Pfeiffer, E. Nord, H. Haag, E. Zorn, R. Schlotterbeck, E. Ohlhauser, L. Hess, K. Braun, Schnäbele und L. Kölle. Auch wurde in dieser Zeit eine Turnabteilung unter der techn. Leitung von Erich Huber aufgestellt. Erster Übungsraum der Turnabteilung war im Schloss.

1949 konnte als erster Trainer nach dem Krieg Karl Dillmann von Bissingen gewonnen werden. Im August desselben Jahres fand der dritte Vergleichskampf zwischen Oberriexingen, Enzweihingen, Sersheim und Großsachsenheim statt und er schöne Wanderpreis ging nach dreimaligem Siegen endgültig an die Sportfreunde Großsachsenheim über. Dieser Sieg war ein Hauptverdienst der damaligen Leichtathletikabteilung, die unter Walter Dettinger einen sehr aktiven Mann als Übungsleiter hatten.  Im September 1950 übernahm Erwin Schneckenberger und 1951 Oskar Zangel das Training der aktiven Mannschaften. 1951 wurde auch die B-Jugend Staffelmeister mit 22:2 Punkten und 49:12 Tore. Die Spieler waren Zeller, Wahler, Glenk, Achtelstetter, Schweickert, Ziegler, Bachmann Mikosch, Schimunek, Erbel, Zimmermann; Betreuer Günther Hensel.

1954 liefen die ersten Besprechungen über die Planung eines Sportgeländes mit Sporthalle am Kleinsachsenheimer Weg im Rathaus an. Dazu waren von der Stadtverwaltung alle Vorstände der hiesigen Vereine eingeladen.

1955 zog unsere 1.Mannschaft ins Pokalendspiel des Bezirks Enz-Murrein und wurde von Markgröningen nur knapp mit 3:2 Toren geschlagen.  In diesem Jahr übernahm Sportkamerad Fuchs die Betreuung der Jugend. Dadurch bekam der Jugendspielbetrieb wieder neuen Auftrieb. Manch junger guter Spieler konnte in den kommenden Jahren in die aktiven Mannschaften aufgenommen werden. Einen Sportfreund in dieser Zeit dürfen wir nicht vergessen, unseren Ernst Braun, der stets zur Stange hielt und sich auch 1955 als Vereinskassierer bereit erklärte. In größerem Rahmen wurde vom 27.Mai bis 3.Juni 1956 das 25jährige Jubiläum gefeiert.

Wechselhaft kämpften die aktiven Mannschaften in den kommenden Jahren. 1960 gelang es der 2.Mannschaft, ungeschlagen Staffelmeister zu werden mit einer stolzen Bilanz von 37:3 Punkten und 103:38 Toren.  Der ersten Mannschaft erging es derweil anders. Am „grünen Tisch“ wurden fünf Punkte gestrichen und die Mannschaft musste in die C-Klasse absteigen. Aber gleich auf Anhieb erspielte sie sich in der kommenden Verbandsrunde wieder den Aufstieg unter Trainer Rosenberger. Die Mannschaft mit Robert Heinz, Fritz Schmid, Josef Schwarz, Erich Pech, Otto Breitmayer, Walter Härter, Erich Eppich, Erwin Knebel, Helmut Beck, Horst Weißert, Helmut Uhlich, Peter Haussmann, Günther Pech und Hugo Scheurer erzielte ein Ergebnis von 118:34 Toren und 34:8 Punkten.  Trainer Rosenberger konnte die Mannschaftsleistung weiter steigern und schaffte auch 1962 die Staffelmeisterschaft der B-Klasse.

Diese Mannschaft schaffte den Aufstieg in die A-Klasse. Durch einige Spielerabgänge geschwächt, konnte sie sich nicht steigern, trotz der großen Mühe, die sich der qualifizierte Trainer Epple gab. Durch den Aufstieg in die A-Klasse war der Zustrom von Spielern so stark, dass die Vereinsleitung erwogen hatte, den Juniorenspielbetrieb aufzunehmen; es wurden dabei sehr schöne Erfolge erzielt. In dieser Zeit fanden auch die ersten ernsthaften Verhandlungen und Vorgespräche aller Beteiligten zur Schaffung der neuen Sportanlage und des Vereinsheimes statt. Und in kürzester Zeit wurde mit dem Bau begonnen. Unsere erste Mannschaft konnte den Klassenerhalt nicht sichern und stieg wieder in die B-Klasse ab. Mit gleich bleibenden Leistungen hielt sich die erste Mannschaft so im mittleren Tabellenplatz auf. Für die Sportfreunde brach nun durch die großzügige Planung des Sportgeländes durch die Stadtverwaltung am 6.September 1964 eine neue Epoche an.  Die Errichtung des Tennisplatzes, des Rasenplatzes und des schmucken Vereinsheimes gab den Sportfreunden ein Zuhause, aber auch die Aufgabe, die sportliche Arbeit  zum Wohle der Jugend besonders zu fördern. Einen Mann dürfen wir in dieser Epoche der Vereinsgeschichte nicht vergessen. Unseren damaligen 1. Vorstand und heutigen Ehrenvorsitzenden Helmut Rau. In vielen stunden, die nicht nur die Freizeit in Anspruch nahmen, führte er Verhandlungen mit der Stadtverwaltung oder den übergeordneten Stellen, um die Bauvorhaben schnellstens über die Bühne zu bringen.

Es ist ein Kuriosum: In der Jubiläumswoche des 25jährigen Jubiläums 1956 wurde in der Stadtratssitzung die Öffnung der Eingaben des Architekten- Wettbewerbes für das heutige Sportgelände feierlich vorgenommen. Die Übergabe der Anlage durch die Stadtverwaltung an die Sportfreunde war mit einer Feierstunde vor einer großen Zahl geladener Gäste am 20. September 1964 verbunden. Zugleich wurde auch das schmucke Vereinsheim eröffnet, das für alle Fußballspieler, Mitglieder und besonders für die Jugend eine Stätte der gemeinsamen Zusammenkunft werden sollte. Es wurde so ein richtiges Zuhause für die Sportfreunde und alle Großsachsenheimer Sportler geschaffen.

Erst 1966 konnten die Sportfreunde wieder eine schlagkräftige Mannschaft ins Feld schicken. In dieser Spielrunde wurden die Verbandsspiele punktgleich mit Bönnigheim an der Tabellenspitze abgeschlossen. Mit Trainer Rosenberger zog man dann ins Entscheidungsspiel in Freudental. Das Spiel ging 2:0 verloren und der Aufstieg in die A-Klasse wurde nur knapp verfehlt. Im Entscheidungsspiel bot Großsachsenheim folgende Elf auf: Buccolini, Antoni, Günter Kücken, Uhlich, Graef, Härter, Stalder, G. Rothacker, Beti, Jaus und Hartmann.

In der Saison 1966/67 hatte unsere 1.Mannschaft das Können und stieß in das Bezirkspokalendspiel der B-Klasse vor, das sie gegen Rutesheim in Schwieberdingen in der Verlängerung 3:4 verlor. Die Mannschaft: Buccolini, Kücken, R. Stahl, Härter, H. Rothacker, Reule, Hartmann, Eisenbeiß, Haussmann, Jaus und Kümmerle. Unsere Reservemannschaft errang die Staffelmeisterschaft. Da keine weitere Steigerung in spielerischer Hinsicht mehr bei den aktiven Mannschaften möglich war, konnten die Sportfreunde vorne nicht mehr mitmischen. Es folgte eine recht turbulente Saison. Sportlich wurde nicht viel geboten. Gegen Ende der Saison musste Sportkamerad Eppich als Trainer aushelfen. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass die Mannschaft nicht absteigen musste.

Im Spieljahr 1968/69 festigten sich die Leistungen der Aktiven wieder etwas. Als Trainer war Horst Martin aus Zuffenhausen tätig. Mit 22:34 Punkten belegten die Sportfreunde nach Abschluss der Runde den 12.Tabellenplatz. Die nächste Saison beendete man auf ähnliche Weise. In sportlicher Hinsicht änderte sich zunächst nicht viel. Erfolgserlebnisse waren auch, als man 1971 das 40jährige Vereinsbestehen feierte, dünn gesät. Erst in der Saison darauf sollte es wieder aufwärts gehen. Das Festprogramm, anlässlich des 40jährigen Jubiläums, war ein voller Erfolg. Es begann am Freitag, dem 4. Juni mit dem Festabend und endete am Montag, dem 14. Juni, im Festzelt.

Der Festabend in der Schulturnhalle wurde in einem feierlichen Rahmen abgehalten. Vor zahlreichen Gästen würdigte eine Reihe von Vertretern des Vereines und des öffentlichen Lebens die Leistungen der Sportfreunde Großsachsenheim. Altbürgermeister Roller stellte erfreut fest, dass die Fußballer allen Belastungen der vergangenen 40 Jahre standgehalten hätten. Wie Staffelleiter Bucklisch sagte, gebühre vor allem den Männern der Gründerjahre großer Dank. Mit ein Höhepunkt war wohl die Ehrung langjähriger Mitglieder, die vom 1. Vorsitzenden Otto Zürn vorgenommen wurde.  Neun wurden für 40- und 30 für 25jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Bürgermeister Lüth, der die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen hatte, betonte ausdrücklich, dass das öffentliche Leben in der Stadt durch die Vereinstätigkeit positiv beeinflusst wird. Die neun Mitglieder, die für 40jährige Mitgliedschaft Ehrennadel und Urkunde entgegennahmen, waren: Robert Erbel, Theodor Hähnle, Otto Haussmann, Fritz Kilguß, Georg Kilguß, Eugen Klein, Albrecht Mattes, August Schuppert und Hans Widmann.

Über eine Woche lang wurden während der Festtage sportliche Veranstaltungen abgehalten, wobei sich Schulen, Firmen und unzählige Vereine beteiligten. Höhepunkt war sicherlich das Werbespiel zwischen den Stuttgarter Kickers und er 1.Mannschaft der Sportfreunde. Die Überschrift in der Zeitung lautete damals: „Die Kickers boten ein Bilderbuchspiel.“ Die Begegnung endete übrigens 10:1 für die Vertragsspieler aus Stuttgart.  Helmut Rothacker blieb es vorbehalten, durch einen Elfmeter das Ehrentor zu erzielen. Höhepunkte gab es auch bei den Kulturveranstaltungen.  So begeisterte zum Beispiel Erich Erber mit seinem Orchester im Festzelt die Besucher.

Bald danach war wieder Fußballalltag eingekehrt. Es liefen die Vorbereitungen auf die Saison 1971/72. Helmut Krauß aus Murr wurde als Trainer verpflichtet. Auch kehrte Hans Heinz, der viele Jahre bei den Bietigheimer Germanen spielte und neunmal in der württembergischen Auswahl als Mittelstürmer eingesetzt wurde, wieder zu seinem Stammverein zurück. In diesem Spieljahr waren die Sportfreunde noch keine absolute Spitzenmannschaft ihrer Klasse, sie kamen jedoch zu einigen überzeugenden Erfolgen.

Die Saison 1972/73 brachte den Großsachsenheimern Fußballern endlich wieder ein echtes Erfolgserlebnis. Unter dem Vorsitzenden Manfred Antoni war man bemüht, die Mannschaft durch fertige Spieler zu verstärken, was auf Anhieb gelang. Inzwischen übte Hans Heinz die Tätigkeit eines Spielertrainers aus.

Die Meisterschaft wurde ins Visier genommen und am letzten Spieltag in Sternenfels sollte dann die Entscheidung fallen. Es war kein leichtes Spiel für die Sportfreunde, denn Sternenfels – kurz zuvor noch Tabellenführer – wollte nicht unbedingt als Meistermacher die Runde beschließen. Auch Bürgermeister Lüth hatte es an diesem Tag nicht leicht. Bei einer Niederlage der Sportfreunde wäre ein anderer Sachsenheimer Verein, nämlich der TSV Kleinsachsenheim, bei einem Sieg über Bissingen, zu Meisterehren gekommen. Da also „2 Seelen“ in seiner Brust wohnten und er nach Spielende den Meister beglückwünschen wollte, fuhr er nach Ochsenbach und ließ sich dort über die Entwicklung der beiden Spiele informieren. Es war übrigens zum genauen Zeitpunkt am richtigen Ort, in Sternenfels verlief die Begegnung sehr spannend.  Ungefähr 20 Minuten vor Schluss gelang Hans Heinz das 1:0. Dass war dann auch der Sieg und die Meisterschaft.

Auch in der A-Klasse konnten die Sportfreunde anschließend bestehen. Im Spieljahr 1973/74 belegten sie den 6. und ein Jahr darauf den 9. Tabellenplatz. Gewisse Verschleißerscheinungen machten sich aber danach bemerkbar. In der nächsten Saison war dann der Klassenerhalt in Gefahr. Nach Abschluss der Runde beendeten gleich mehrere Spieler ihre fußballerische Laufbahn, was sich negativ auswirken sollte. Der Aderlass war zu groß. Der neue Trainer Gabriel musste die Saison 1976/77 praktisch eine ganze neue Mannschaft aufbauen, die gezwungener Maßen nur aus jungen Spielern bestand.  Anfangs schlug sich die Truppe sogar sehr wacker. Bald folgte jedoch ein deutlicher Leistungsknick. Der Abstieg stand bereits einige Wochen vor Beendigung der Saison fest. Danach übernahm Siegfried Antoni das Training der aktiven Mannschaften. Bekanntlich gehörten die Sportfreunde dann immer zu den Spitzenmannschaften der neu geschaffenen Kreisklasse A in ihrer Staffel 3. Im Jubiläumsjahr 1981 sieht es allerdings weniger gut aus. Im Gegenteil. In der Rückrunde der laufenden Saison 1980/81 hat sich die aktive Mannschaft leider immer weiter in Richtung Tabellenende orientiert.

Der Verein zählte 1981 etwas mehr als 250 Mitglieder. Besonders seitdem man über ein großzügige Sportanlage verfügt und in Großsachsenheim eine Sporthalle gebaut wurde, haben sich die Aktivitäten um ein vielfaches verstärkt. Es wurden damit Gegebenheiten geschaffen, den Trainings- und Spielbetrieb vielseitiger zu gestalten. Nicht nur die Zahl der Jugendmannschaften wuchs in dieser Zeit. Eine Damenfußball-Mannschaft wurde im Sommer 1973 von unserem verstorbenen Mitglied Johannes Fuchs gegründet, eine Faustballabteilung kam dazu. Dies bedeutete für die Funktionäre und Helfer, dass nahezu an jedem Wochenende 10 Mannschaften im Einsatz waren und betreut werden mussten. Eine aufopfernde Tätigkeit erfordert die Jugendarbeit. Es stellen sich jedoch immer wieder Trainer und Betreuer zur Verfügung, die unseren Nachwuchs nicht im Stich ließen. Sie wendeten nicht nur Freizeit für ihre Arbeit auf, sondern auch so manche Mark, wenn es ging, die Jugendlichen zu den auswärtigen Spielplätzen zu bringen.  Es ist manchmal sicher schwer, sich in allen Belangen der Jugend zurechtzufinden. Es gab immer wieder Reibungspunkte, den die Tätigkeit brachte manche Enttäuschung mit sich. So mancher Jugendtrainer fühlte sich um seine Arbeit und den Erfolg betrogen, wenn Talente dann zu größeren Vereinen abwanderten oder eine andere Möglichkeit der Freizeitgestaltung bevorzugten. Die finanziellen Mittel, die in einem Vereinsjahr aufgewendet werden müssen, sind durch die Aktivitäten allerdings ebenfalls sehr deutlich gestiegen. Durch Mitgliedsbeiträge, Spieleinnahmen und den Zuschuss durch die Stadt können die Kosten nicht annähernd abgedeckt werden. Es blieb der Vereinsführung nichts anderes übrig, nach anderen Einnahmequellen umzusehen. Als Beispiel sei hier genannt, dass die Sportfreunde beim Heimatfest 1980 die Bewirtschaftung des Festzeltes übernommen hatten. Es war der verstorbene Johannes Fuchs der den „Sachsenheimer Industriepokal“ ins Leben gerufen hatte.  Es handelt sich hier um ein erfolgreiches Mammutturnier, an dem bis zu 50 Industrie-, Freizeit- und Hobby- Fußballmannschaften teilnehmen und in 3 bis 4 Tagen um den Turniersieg mehr oder weniger kämpfen oder spielen.

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